Träume

Kennt ihr das? Es ist 8:30 Uhr. Plötzlich wacht man/frau ( ja ich bin ein moderner Mann ^^ ) schweißgebadet auf. Erst nach einigen Sekunden wird einem bewusst, dass alles nur ein Traum war und man/frau in seinem/ihrem Bett, unter Deckenberg gefangen, liegt.

So oder so ähnlich ist es bestimmt jeden schon einmal ergangen. Nun hatte ich heute ein Erlebnis, welches mich wirklich fasziniert hat.

 

Ich rannte um mein Leben, verfolgt von Hunden und Männern mit Gewehren. Auf meiner Flucht über Felder und Wiesen hörte ich immer wieder lautes Knurren. Immer näher kamen mir meine vierbeinigen Verfolger, den anfänglich noch sehr großen Vorsprung auf wenige Armlängen verkürzend. In totaler Panik, rannte ich blindlings in ein Waldstück.

Oh hätte ich doch nur für einen kurzen Moment mein Hirn eingeschaltet. Niemals wäre ich als Opfer einer Verfolgung in einen, mir unbekannten Wald geflüchtet. Zu groß die dort lauernden Gefahren. Und so passierte, was so sicher wie das Amen in der Kirche war. Im Halbdunkel des Walds, sprang ich über einen Baum, welcher seinen Zenit schon vor Jahren überschritten haben musste, blieb mit meinem linken Schuh an einem hervorstehenden Ast hängen und stolperte.

Angsterfüllt wartete ich darauf, dass die Hunde zu mir aufschlossen. Nach Sekunden, die mir wie Stunden vorkamen, waren die knurrenden Bestien vor mir. Ich sah schon, wie sie ihre Zähne in mein weiches Fleisch versenken würden, als plötzlich ein Schrilles Pfeifen ertönte.

Es knackte mehrmals, als die Männer mit den Gewehren aus dem Dickicht in mein Blickfeld traten, einer von ihnen mit einer Pfeife in der Hand. Wie Cowboys aus den billigen Western meiner Kindheit sahen sie aus, wie sie da lässig vor mir standen und mit ihren Gewehren auf mich zielten, als ob sie ein wildes Tier im Visier hätten. Mein Herz pochte immer lauter. Die Zeit dehnte sich ins Unendliche.

Ein ohrenbetäubender Knall -

und ich lag orientierungslos in meinen Bett.

 

Interessant ist hier vor allem, das ich kurze Zeit später aufstand und nach unten ging, um mir Frühstück zu machen. Während ich mit einer Zeitung in der Hand am Tisch saß, kam meine Mutter mit unsere beiden Hunde aus der Küche. Ich erzählte ihr von meinem seltsamen Traum, woraufhin sie meinte, dass Cindy und Bobby vorhin ziemlich laut miteinander gerauft hatten und dabei eine Vase ihr Leben lassen musste.

Tja da ist mir mal wieder aufgefallen, dass es unser Gehirn wirklich meisterhaft versteht, Geräusche, welche man im Schlaf wahrnimmt, in abstrusen Träumen zu verarbeiten.

Mir ist sowas ähnliches schon einmal passiert. Ich hatte es versäumt, meinen Computer, den ich auch zum fernsehen missbrauche, vor dem Einschlafen auszuschalten. Als ich nun am nächsten Morgen aufwachte, konnte ich mich an einen sehr seltsamen Traum erinnern.

Meine Freunde und ich waren an verschiedenen Orten ( neudeutsch oft Locations genannt *shiver* ), unter anderem einem dieser, wie gemalt wirkenden Strände, einem Hotel irgendwo mitten in den USA und einem Flughafen. Noch seltsamer war jedoch die Tatsache, dass wir alle in den höchsten Tönen von einem neuen Superfön schwärmten. Dieser wurde von uns mindestens 20 Minuten als die "ultimative Lösung aller Probleme, mit dem ungepflegte Haare, schlecht sitzende Frisuren, Hunger/Durst in der dritten Welt, sowie Mord und Totschlag der Vergangenheit angehören, beschrieben.

Falls ihr euch gerade eine dieser extrem schlecht gemachten amerikanischen Verkaufsshows im TV vorstellt, liegt ihr genau richtig. ich hatte vergessen, den TV auszuschalten und habe offensichtlich die ganze Nacht den Mist, der auf DSF lief, sowohl gehört als auch geträumt. Und als ich aufgewacht bin, sah ich sogar noch den Rest eben jenes "Wunderföns". Sowas kann man wahrlich als ( Alp-)Traum eines jeden Werbeleiters beschreiben ... der Mensch als Konsument, der 24 Stunden am Tag mit eindringlichen Werbebotschaften darauf hingewiesen wird, das ein Leben ohne Produkt XYZ nicht mehr vorstellbar und lebenswert ist. -.-

Dazu fällt mir nur noch eins ein:

gar wunderlich ist doch der mensch, er atmet, lebt und stirbt, wie soll er versteht seinen Geist, versteht doch nicht mal seinen Körper.

Hm dieser "tiefgründige", an geistige Diarrhö erinnernde Satz stammt nicht von einem Philosophen, sondern von mir. Tja das ist also aus dem einstigen "Land der Dichter und Denker" geworden.

Naja mir kann das herzlich egal sein - ist es übrigens auch ^^
Ach und den tollen Superfön hab ich mir trotzdem nicht gekauft. Dafür sind meine Haare nämlich zu kurz. falsche Zielgruppe also.

 

Meiner einer ist jetzt erstmal offline, da ich mir unbedingt die Haare färben muss. Übrigens hab ich mir vorgestern Nagelhautentferner gegönnt, aber das ist eine andere Geschichte.

Sayonara

20.11.06 09:44

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